Dienstag, 4. Oktober 2011

03.10.2011 „Sparkassen Münsterland Giro 2011“

Montag, 03.10.2011, 08.15 Uhr, fünf Radsportler der RSF Greven haben ihre Plätze in der Startaufstellung eingenommen und fiebern dem Startschuss zum Cup der Westfälischen Provinzial Versicherung über 110 Kilometer entgegen. Kalt ist es und nebelig und eine gewisse Anspannung ist den routinierten Fahrern der Radsportfreunde Greven durchaus anzumerken. Es ist schon außergewöhnlich, zeitgleich mit 2000 Gleichgesinnten ein Straßenrennen aufnehmen zu wollen. Selbstverständlich sind es die Grevener gewohnt, in einer Gruppe zu fahren, Tempo zu bolzen und wenn es sein muss, sich auch mal gegen einen Konkurrenten energisch durchzusetzen. Sie haben über das Jahr verteilt hinreichend Gelegenheit gehabt etliche tausend Kilometer auf RTF`s zu erfahren, verfügen daher über reichlich Kondition und sind als Team bestens eingespielt. Aber wird all die Vorbereitung reichen, um im großen Feld mithalten zu können und sich auch als Team gut zu platzieren?
Punkt 08.30 der Startschuss fällt und wie befürchtet wird von Beginn an ordentlich Tempo gebolzt. Mitten drin die fünf Fahrer der RSF Greven in Ihren auffallenden „Tigerententrikots“, die –mit wechselnder Führungsarbeit- bereits früh ordentlich Gas geben und sich in einer der vorderen Gruppen festsetzen können. Schnell geht es über den Schiffahrter Damm hinaus aus Münster, durch Westbevern-Vadrup, Ostbevern-Brock, über Kattenvenne nach Lienen. 49,5 flache Kilometer liegen hinter den Teilnehmern. Die Grevener haben sich bis hierher sehr gut behauptet und dank guter Teamarbeit etliche Plätze gewinnen können.
Jetzt kommt für viele „Flachländer“ die Stunde der Wahrheit. Es steht an, die Fahrt über die Serpentinen auf der Holperdorper Straße hinauf zur Bergwertung am Steinbruch, knapp 2 Kilometer lang bei einer durchschnittlichen Steigung von 7%. Hecktisches Schalten am Getriebe, vereinzelte missglückte Schaltvorgänge mit fatalen Folgen, recht erschöpft dreinblickende Fahrer. Ein derartiger Anstieg im „flachen“ Münsterland, ungläubige Gesichtsausdrücke hier und da. Die fünf Grevener meistern alles problemlos, kennen Sie das Gelände doch von vielen Ausfahrten. Nach rasanter Abfahrt noch zwei weitere kurze aber knackige Anstiege auf den „Hohner Berg“ und dann mit bis zu 70 Stundenkilometern hinein nach Lengerich. Der Rest geht schnell vorbei und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit bis zu 50 Kilometern in der Stunde rasen die Fahrer. über Ladbergen, Schmedehausen, Gelmer und Gimbte dem Ziel am Schloss in Münster entgegen.
Die wackeren Radsportfreunde aus Greven haben Ihr Ziel nicht aus den Augen verloren, das Rennen mit einer guten Team und guten Einzelwertungen zu beenden. Entsprechend kämpferisch gehen Sie es bis zum Zielsprint an und werden letztlich mit einem sehr guten Platz 35 von 124 Teams belohnt.
Das Rennen bestritten: Claus Wagemann (Platz 140 AK Masters 2), Christian Brauner (Platz 155 AK Masters 2), Werner Güttler (Platz 34 AK Masters 3), Ralf Meulemann (Platz 35 AK Masters 3) und Herrmann Riering (Platz 5 AK Masters 4). In der Gesamtwertung Männer belegten die Grevener die Plätze 331, 358, 359, 361 und 378 von 1668 gezeiteten Fahrern.

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